herzmuskel-
entzündung

Kurz & kompakt: Eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) entsteht meist durch virale Infekte, z.B. im Rahmen einer Erkältung oder COVID-19, und kann unbehandelt zu bleibenden Schäden am Herzmuskel führen. Das Herz-MRT ist die Methode der Wahl, um eine Myokarditis sicher nachzuweisen und ihren Verlauf zu beurteilen – in unserer Privatpraxis in der Berliner Allee 44, 40212 Düsseldorf an einem modernen 3-Tesla-Hochleistungsscanner. Die Untersuchung liefert wichtige Informationen für die weitere Behandlung und Verlaufskontrolle.

Digitale Illustration einer Virusinfektion des Herzens (Myokarditis)

Bei der Herzmuskelentzündung (Myokarditis) handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des Herzmuskels. Sie kann Menschen jeden Alters betreffen und tritt üblicherweise im Rahmen von oder nach Virusinfektionen (z.B. bei COVID-19) auf. 

Die Symptome einer Myokarditis sind unspezifisch und häufig sehr variabel, typischerweise umfassen sie Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Müdigkeit und Herzrhythmusstörungen. 

Die Herz-MRT stellt einen wesentlichen Baustein bei der Diagnose einer Myokarditis dar, in der Regel in Kombination mit der klinischen Untersuchung, sowie Blut- und EKG-Untersuchungen. 

In schweren Fällen kann die Myokarditis zu einer Herzinsuffizienz (eingeschränkten Herzfunktion) mit reduzierter Lebensqualität führen.

In der aktuellen Stellungnahme der AG 21 – Magnetresonanzverfahren in der Kardiologie zur aktualisierten Leitlinie der European Society of Cardiology fassen wir die wichtigsten Neuerungen zusammen und unterstreichen die zentrale Rolle der Herz-MRT bei Herzmuskelentzündungen.

Wenn Sie entsprechende Symptome einer Myokarditis haben, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, um eine genaue Diagnose und eventuell notwendige Behandlung zu erhalten.

Herz-MRT bei Myokarditis
Herz-MRT bei Myokarditis und im Vergleich zum Normalbefund

Die myokarditistypischen hellen Flecken im Herzmuskel (Pfeile im linken Bild). Diese entsprechen der Kontrastmittelaufnahme bei entzündlicher Schädigung im Rahmen einer Herzmuskelentzündung. 

Normales Kardio-MRT (rechts) mit regelrecht schwarzer Darstellung des Herzmuskels, ohne kontrastmittel-aufnehmende Flecken im Herzmuskel.

FAQ zum Thema

Wie lange dauert die Heilung einer Herzmuskelentzündung?
Das ist individuell sehr unterschiedlich – oft einige Wochen bis Monate. Eine Verlaufs-MRT zeigt zuverlässig, wie weit die Heilung fortgeschritten ist.

Wann darf ich nach einer Myokarditis wieder Sport treiben?
Erst nach ärztlicher Freigabe, meist frühestens nach einigen Monaten Sportpause. Eine MRT-Kontrolle vor dem Wiedereinstieg gibt Sicherheit.

Kann eine Herzmuskelentzündung unbemerkt verlaufen?
Ja, leichte Verläufe bleiben manchmal unentdeckt und heilen von selbst aus. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden sollte dennoch abgeklärt werden.

Ist eine Myokarditis nach COVID-19 häufiger?
Eine Herzbeteiligung nach COVID-19 ist möglich. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite Post-COVID.

Weitere allgemeine Fragen rund um Ablauf, Vorbereitung und Kosten beantworten wir Ihnen ausführlich auf unserer FAQ-Seite.

Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper, Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, Sprecherin der DGK-Arbeitsgruppe 21 (Kardio-MRT)

Über die Autorin

Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper ist Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie und Sprecherin der Arbeitsgruppe 21 (Magnetresonanztomographie) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Zudem verfügt sie über umfangreiche klinische Erfahrung als Leiterin der kardiologischen Notaufnahme und Chest Pain Unit. Ihre wissenschaftlichen Publikationen rund um Herzbildgebung und Kardio-MRT finden Sie auf PubMed.

Bei Fragen oder für eine Terminvereinbarung erreichen Sie uns über unsere Kontaktseite.