Durchblutungsstörung

Kurz & kompakt: Eine kardiale Durchblutungsstörung (koronare Herzkrankheit, KHK) entsteht durch verengte oder verschlossene Herzkranzgefäße und kann zu Angina pectoris oder einem Herzinfarkt führen. Mittels Herz-MRT lässt sich die Durchblutung des Herzmuskels strahlungsfrei und präzise beurteilen – in unserer Privatpraxis in der Berliner Allee 44, 40212 Düsseldorf an einem modernen 3-Tesla-Hochleistungsscanner. Die Untersuchung eignet sich besonders zur Abklärung eines KHK-Verdachts sowie zur Beurteilung von Narbengewebe nach einem Herzinfarkt.

Akuter Herzinfarkt mit verschlossenem Gefäß
Herzinfarkt = Durchblutungsstörung des Herzmuskels bei verschlossenem Herzkranzgefäß

Bei der kardialen Durchblutungsstörung, der sogenannten koronaren Herzerkrankung (KHK) kommt es durch eine Verengung der Herzkranzgefäße (Koronarien) zu einem verminderten Blutfluss zum Herzmuskel.

Hierbei treten häufig Symptome wie Brustschmerzen oder Atemnot auf. Risikofaktoren für die Entwicklung einer KHK sind unter anderem Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und Diabetes. Frauen und Diabetiker zeigen häufig geringere oder untypische Symptome. Daher bekommt die Bildgebung eine zunehmende Relevanz bei der Diagnosestellung. Mittels Herz-MRT können die Bereiche mit vermindertem Blutfluss im Herzmuskel (Ischämie) ohne Strahlenbelastung sichtbar gemacht werden.

Wenn Sie unklare thorakale Beschwerden haben, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, um eine genaue Diagnose und eventuell notwendige Behandlung zu erhalten.

Herz-MRT: Perfusionsdefizit im Vergleich zum Normalbefund

Perfusionsdefizit im Kardio-MRT (Pfeil im linken Bild). Durch die Durchblutungsstörung des Herzmuskels kommt es zu einer geringeren Kontrastmittelaufnahme.  

Normales Kardio-MRT (rechts) mit gleichmäßiger Kontrastmittelaufnahme in der MRT-Perfusion ohne Hinweis auf eine Durchblutungsstörung.

Herz-MRT bei akutem Myokardinfarkt (AMI) im Vergleich zum Normalbefund

Darstellung einer Narbe nach Herzinfarkt im Kardio-MRT (Pfeil links). Durch die Schädigung des Herzmuskels kommt es zu einer späten Kontrastmittelaufnahme. Auch ein „stummer Infarkt“ ohne typische Symptome kann so im Herz-MRT diagnostiziert werden. 

Normale Kardio-MRT ohne späte Kontrastmittelaufnahme (rechts). Das Bild zeigt einen komplett gesunden Herzmuskel ohne helle Narben und Schädigungen. Auch „alte Infarktnarben“ sind nicht zu erkennen.

FAQ zum Thema

Herz-MRT oder Herzkatheter – was ist der Unterschied?

Beim Herzkatheter wird ein dünner Schlauch über die Leiste oder das Handgelenk bis zum Herzen vorgeschoben – das ist eine Untersuchung, die einen kleinen Eingriff bedeutet, dafür aber auch direkt eine Behandlung (z. B. das Einsetzen eines Stents) ermöglicht.

Die Herz-MRT dagegen kommt ganz ohne Katheter und ohne Röntgenstrahlung aus. Sie zeigt zusätzlich, ob Herzmuskelgewebe bereits vernarbt oder noch „lebensfähig“ ist – eine Information, die ein Herzkatheter allein nicht liefert. Oft ergänzen sich beide Verfahren sinnvoll.

Ersetzt die Herz-MRT den Herzkatheter komplett?


Nicht immer. Bei eindeutigem Befund und geplanter Behandlung (z. B. Stent) bleibt der Herzkatheter oft notwendig. Die Herz-MRT eignet sich besonders gut zur Vorabklärung, ob überhaupt eine behandlungsbedürftige Durchblutungsstörung vorliegt.

Wie zuverlässig erkennt die Herz-MRT eine stumme Ischämie ohne spürbare Beschwerden?


Die Stress-Perfusions-MRT kann Durchblutungsstörungen auch dann sichtbar machen, wenn keine Beschwerden bestehen, da sie die tatsächliche Durchblutung unter simulierter Belastung misst statt sich auf subjektive Symptome zu verlassen.

Was bedeutet ein unauffälliger Befund im Stress-Perfusions-MRT?


Ein unauffälliger Befund spricht gegen eine relevante Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße und kann in vielen Fällen einen Herzkatheter überflüssig machen.

Weitere allgemeine Fragen rund um Ablauf, Vorbereitung und Kosten beantworten wir Ihnen ausführlich auf unserer FAQ-Seite.

Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper, Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, Sprecherin der DGK-Arbeitsgruppe 21 (Kardio-MRT)

Über die Autorin

Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper ist Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie und Sprecherin der Arbeitsgruppe 21 (Magnetresonanztomographie) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Zudem verfügt sie über umfangreiche klinische Erfahrung als Leiterin der kardiologischen Notaufnahme und Chest Pain Unit. Zum Thema Durchblutungsstörungen und Herz-MRT hat sie unter anderem publiziert: MRI findings in patients with acute coronary syndrome and unobstructed coronary arteries. Weitere Publikationen finden Sie auf PubMed. Mehr dazu in unserem Blogbeitrag zur Studie.

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