angeboreneherzfehler
Angeborene Herzfehler sind strukturelle Anomalien des Herzens, die von Geburt an vorhanden sind. Diese können die Herzklappen, die Herzwände, die Blutgefäße oder die Herzinnenräume betreffen. Heutzutage ermöglicht der medizinische Fortschritt eine erfolgreiche Behandlung angeborener Herzfehler und ein erfülltes Leben für viele dieser Patienten bis ins Erwachsenenalter (vgl. Artikel im deutschen Ärzteblatt).
Die MRT-Bildgebung ist ein nicht-invasives Verfahren, das detaillierte Bilder des Herzens ohne den Einsatz von ionisierender Strahlung bietet. Dies macht sie zu einer sicheren und effektiven Methode für die Untersuchung von angeborenen Herzfehlern bei Erwachsenen. Die MRT kann Informationen über die Herzstruktur, die Funktion des Herzens, die Blutflussdynamik und andere wichtige Aspekte liefern, die für die Diagnose und Behandlung entscheidend sind.
Somit ist die Herz-MRT ein leistungsstarkes diagnostisches Werkzeug bei angeborenen Herzfehlern. Sie ermöglicht detaillierte Einblicke in die Herzstruktur und -funktion, um die bestmögliche Versorgung für Patienten mit angeborenen Herzfehlern zu gewährleisten. Wir besitzen die Zusatzweiterbildung Spezielle Kardiologie für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern der Ärztekammer Nordrhein.
Bitte beachten Sie, dass diese Website allgemeine Informationen bietet und keinen Ersatz für professionelle medizinische Beratung darstellt. Wenn Sie gesundheitliche Bedenken haben, sollten Sie immer einen qualifizierten Arzt aufsuchen.
FAQ zum Thema
Häufigste angeborene Herzfehler bei Erwachsenen
Dank moderner Medizin erreichen heute die allermeisten Menschen mit einem angeborenen Herzfehler das Erwachsenenalter – man spricht dann von „EMAH“, kurz für Erwachsene mit angeborenem Herzfehler. Zu den häufigsten Formen zählen Löcher in der Herzscheidewand (Vorhofseptumdefekt und Ventrikelseptumdefekt), die Fallot-Tetralogie – eine Kombination mehrerer Fehlbildungen – sowie die Aortenisthmusstenose, eine Verengung der Hauptschlagader. Jede dieser Fehlbildungen kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein und erfordert eine individuelle Begleitung.
Warum lebenslange Nachsorge wichtig ist
Ein weit verbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass ein angeborener Herzfehler nach einer erfolgreichen Operation im Kindesalter „erledigt“ ist. Tatsächlich benötigt das Herz auch danach regelmäßige Kontrollen – denn selbst nach einer gelungenen Korrektur können sich über die Jahrzehnte Veränderungen entwickeln, etwa an Herzklappen oder Narbengewebe. Bleiben diese unbemerkt, steigt langfristig auch das Risiko für eine Herzschwäche. Deshalb gehört eine EMAH-Nachsorge zu einem gesunden Leben mit angeborenem Herzfehler einfach dazu, auch wenn man sich subjektiv völlig gesund fühlt.
Herz-MRT oder Herzultraschall bei EMAH?
Bei einfachen, gut einsehbaren Herzfehlern reicht oft eine Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie) zur Verlaufskontrolle aus. Bei komplexeren Fehlbildungen oder wenn bestimmte Herzabschnitte im Ultraschall schwer einsehbar sind, liefert die Herz-MRT deutlich präzisere und umfassendere Bilder – etwa von der rechten Herzkammer oder den großen Gefäßen. Einen Überblick über alle Einsatzmöglichkeiten der Herz-MRT finden Sie auf unserer Seite Was kann Kardio-MRT.
Muss ich auch nach einer erfolgreichen Herz-OP im Kindesalter weiter zur Kontrolle?
Ja. Auch nach einer gelungenen Korrektur ist eine regelmäßige, lebenslange Nachsorge wichtig, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Was bedeutet „EMAH“?
EMAH steht für „Erwachsene mit angeborenem Herzfehler“ und bezeichnet sowohl die Patientengruppe als auch die entsprechende kardiologische Spezialisierung.
Wie oft sollte eine EMAH-Kontrolle stattfinden?
Das hängt von der Art und Komplexität des Herzfehlers ab – von jährlich bis alle paar Jahre. Wir legen den passenden Rhythmus gerne gemeinsam mit Ihnen fest.
Ist eine Herz-MRT bei angeborenen Herzfehlern belastender als ein Ultraschall?
Nein, die Untersuchung ist genauso schmerzfrei wie eine normale Herz-MRT, liefert dabei aber deutlich detailliertere Bilder. Vereinbaren Sie gerne einen Termin, um mehr zu erfahren.
