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Große Resonanz: Warum unsere Forschung zu Frauenherzen gerade viele Menschen bewegt

Mittlerweile hat die Professur ein deutliches Echo in den Medien gefunden. Prof. Nadine Abanador-Kamper lehrt jetzt Kardiologie mit Schwerpunkt Herzbildgebung an der Universität Witten/Herdecke. Mehrere Fachmedien haben das aufgegriffen. Darunter das renommierte Magazin Forschung & Lehre und der Fachdienst Biermann Medizin. Doch die Berufung selbst ist nur die halbe Geschichte. Spannender ist, worüber die Presse eigentlich berichtet: über ein Thema, das viele Frauen betrifft und noch zu wenig bekannt ist.

Warum die Presse gerade jetzt genau hinschaut

Mehrere Fachportale griffen die Berufung zum Anlass, ein größeres Thema zu erklären: Frauenherzen werden anders krank als Männerherzen. Ihre Symptome sind oft anders. Deshalb werden sie manchmal später erkannt.

Ein Beispiel dafür ist das Broken-Heart-Syndrom, medizinisch Takotsubo-Syndrom genannt. Es betrifft vor allem Frauen. Es fühlt sich an wie ein Herzinfarkt. Brustschmerz, Luftnot, Angst. Meist ist starker seelischer oder körperlicher Stress der Auslöser. Anders als beim Herzinfarkt sind die Herzkranzgefäße dabei aber frei. Mehr dazu erklären wir auf unserer Seite zum Broken-Heart-Syndrom.

Das macht die Diagnose schwierig. Die Symptome gleichen sich. Nur die Ursache ist anders. Deshalb ist eine genaue Bildgebung so wichtig. Sie zeigt, ob eine echte Durchblutungsstörung des Herzens vorliegt – oder eben ein Broken-Heart-Syndrom.

Was das für Sie bedeutet

Diese mediale Aufmerksamkeit ist mehr als eine Randnotiz. Sie zeigt: Das Thema Frauenherzen gewinnt an Bedeutung. Auch in der Forschung und der Praxis.

Für Sie heißt das konkret:

  • Haben Sie plötzlichen Brustschmerz oder Luftnot? Nehmen Sie das ernst. Das gilt besonders nach großem Stress oder einem belastenden Ereignis.
  • Ein Herzinfarkt und ein Broken-Heart-Syndrom fühlen sich fast gleich an. Nur eine genaue Untersuchung kann beides sicher unterscheiden.
  • Das Kardio-MRT ist dabei besonders wertvoll. Es zeigt Struktur, Pumpfunktion und Durchblutung des Herzens – ganz ohne Röntgenstrahlen.