Kardiale Raumforderungen: Welche klinischen Konsequenzen?
Kurz & knapp
Der Kardio-MRT-Befund entscheidet über Operationsindikation, Antikoagulation, den Verzicht auf unnötige invasive Diagnostik und die Planung von Biopsie oder systemischer Therapie bei Malignitätsverdacht.
Therapieentscheidung bei Thrombus und Myxom
Der Nachweis eines Thrombus begründet die Einleitung bzw. Intensivierung einer Antikoagulation, ein symptomatisches oder embolisch relevantes Myxom die Operationsindikation zur Resektion.
Vermeidung unnötiger Diagnostik
Wird die Raumforderung eindeutig als Pseudomasse oder benigner Befund identifiziert, kann auf weiterführende invasive Diagnostik verzichtet werden – ein Aspekt mit belegtem Einfluss auf das klinische Management.
Onkologisches Management
Bei Malignitätsverdacht steuert der CMR-Befund die Planung von Biopsie, chirurgischer Resektion oder systemischer Therapie und liefert prognostisch relevante Information zur Tumorausdehnung.
Über die Autorin
Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper ist Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie und Sprecherin der Arbeitsgruppe 21 (Magnetresonanztomographie) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und zertifiziert als DGK Level 3 sowie SCMR Level III für kardiovaskuläre Magnetresonanztomographie. Zudem verfügt sie über umfangreiche klinische Erfahrung als Leiterin der kardiologischen Notaufnahme und Chest Pain Unit. Ihre wissenschaftlichen Publikationen rund um Herzbildgebung und Kardio-MRT finden Sie auf PubMed.
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