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Neue Publikation: Herz-MRT bei hypertropher Kardiomyopathie

Gemeinsam mit Kolleg:innen aus Boston, Göttingen und Weinheim hat Prof. Nadine Abanador-Kamper kürzlich einen Fachbeitrag im International Journal of Cardiovascular Imaging veröffentlicht. Der Kommentar ordnet die Ergebnisse einer der bislang größten Studien zur hypertrophen Kardiomyopathie (HCM) ein – dem NHLBI Hypertrophic Cardiomyopathy Registry (HCMR) – und zeigt auf, warum die Kardio-MRT für Diagnostik und Verlaufskontrolle dieser Erkrankung immer wichtiger wird.

Was ist eine hypertrophe Kardiomyopathie?

Bei der hypertrophen Kardiomyopathie (HCM) verdickt sich der Herzmuskel krankhaft, meist genetisch bedingt. Die Erkrankung gilt seit Jahrzehnten als eine der größten Herausforderungen der Kardiologie, wenn es um die Einschätzung des Risikos für einen plötzlichen Herztod geht. Zwar haben moderne Therapien – etwa Defibrillatoren, verbesserte Herzinsuffizienztherapien und neue medikamentöse Ansätze – die Prognose in den letzten Jahren deutlich verbessert. Trotzdem bleibt die individuelle Risikoabschätzung schwierig: Manche Patient:innen erhalten einen Defibrillator, ohne ihn je zu benötigen, während andere trotz unauffälliger klassischer Risikofaktoren ein Ereignis erleiden. 

Warum das für Patient:innen relevant ist

Eine hypertrophe Kardiomyopathie lässt sich nicht mit einer einzigen Kennzahl – etwa der maximalen Wanddicke – ausreichend beschreiben. Erst die umfassende Charakterisierung von Muskelmasse, Pumpfunktion, Narbengewebe und Volumina im Herz-MRT ermöglicht eine wirklich individuelle Einschätzung – und damit auch eine fundiertere Entscheidung über Therapie, Kontrollintervalle oder die Frage nach einem Defibrillator.

Das ist besonders relevant für: