Myokarditis: Welche klinischen Konsequenzen?
Kurz & knapp
Der Kardio-MRT-Befund steuert unmittelbar Sportfreigabe, Verlaufskontrolle, Prognoseeinschätzung und ggf. Therapieentscheidungen.
Sportkarenz und Return-to-Play
Die Rückkehr zum Sport erfolgt nach aktueller Empfehlung individualisiert und stufenweise – abhängig von Befundausmaß, Klinik und Verlauf, nicht mehr pauschal.
Verlauf und Prognose
Ausmaß und Muster des LGE sind prognostisch relevant: Narbengewebe ist mit einem erhöhten Risiko für ventrikuläre Arrhythmien assoziiert. Eine Verlaufs-MRT kann Abheilung oder Persistenz der Entzündung objektivieren.
Therapie
Die Behandlung erfolgt überwiegend symptomorientiert. Bei speziellen Formen (z. B. Riesenzellmyokarditis, eosinophile Myokarditis) kann eine Immunsuppression notwendig sein; neuere Ansätze wie Anti-IL-1-Therapien werden in der aktuellen Leitlinie diskutiert.
Red Flags – engmaschige Betreuung
Hämodynamische Instabilität, Arrhythmien oder eine deutlich eingeschränkte Funktion erfordern eine engmaschige, ggf. erweiterte Diagnostik und interdisziplinäre Betreuung.
Über die Autorin
Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper ist Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie und Sprecherin der Arbeitsgruppe 21 (Magnetresonanztomographie) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und zertifiziert als DGK Level 3 sowie SCMR Level III für kardiovaskuläre Magnetresonanztomographie. Zudem verfügt sie über umfangreiche klinische Erfahrung als Leiterin der kardiologischen Notaufnahme und Chest Pain Unit. Ihre wissenschaftlichen Publikationen rund um Herzbildgebung und Kardio-MRT finden Sie auf PubMed.
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