Kardio-MRT-Kompendium
Kapitel 2 | Technik

Myokarditis: Welches Untersuchungsprotokoll?


Kurz & knapp

Das Kardio-MRT-Protokoll bei Verdacht auf Myokarditis kombiniert ödem- und narbensensitive Sequenzen und folgt den aktualisierten Lake-Louise-Kriterien.

Sequenzprotokoll

  • T2-gewichtete/STIR-Sequenzen sowie T2-Mapping zur Ödemdetektion
  • Natives T1-Mapping und Berechnung des extrazellulären Volumens (ECV) zur Erfassung diffuser Gewebeveränderungen
  • Late Gadolinium Enhancement (LGE) zur Darstellung fokaler Nekrose/Fibrose
  • Cine-Sequenzen zur Funktionsbeurteilung

Aktualisierte Lake-Louise-Kriterien

Für die Diagnose ist mindestens ein T2-basiertes Kriterium (Ödem) und ein T1-basiertes Kriterium (natives T1, ECV oder LGE) erforderlich.

Stellenwert der Myokardbiopsie

Trotz hoher Aussagekraft der Kardio-MRT bleibt die Myokardbiopsie bei unklaren oder hochriskanten Verläufen ein wichtiger Baustein der multimodalen Diagnostik – so die aktuelle DGK-Stellungnahme zur neuen ESC-Leitlinie.