Myokarditis: Welche Befunde sprechen dafür?
Kurz & knapp
Das typische Befundmuster der Myokarditis ist nicht-ischämisch verteilt und unterscheidet sich damit klar von der koronaren Genese.
Myokardödem
Erhöhtes Signal in T2-gewichteten Sequenzen bzw. erhöhte T2-Mapping-Werte als Zeichen aktiver Entzündung.
LGE-Muster
Klassischerweise subepikardial oder intramural (Mid-Wall), bevorzugt inferolateral gelegen – im Gegensatz zum subendokardialen bzw. transmuralen, koronarterritorialen Muster bei koronarer Herzkrankheit.
T1-Mapping und ECV
Natives T1 und ECV sind bei aktiver Entzündung typischerweise erhöht und ergänzen die Kriterien um eine quantitative, unabhängig auswertbare Komponente.
Diagnosesicherung
Nach den aktualisierten Lake-Louise-Kriterien gilt die Diagnose als gesichert, wenn mindestens ein T2-basiertes und ein T1-basiertes Kriterium positiv sind.
Über die Autorin
Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper ist Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie und Sprecherin der Arbeitsgruppe 21 (Magnetresonanztomographie) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Zudem verfügt sie über umfangreiche klinische Erfahrung als Leiterin der kardiologischen Notaufnahme und Chest Pain Unit. Ihre wissenschaftlichen Publikationen rund um Herzbildgebung und Kardio-MRT finden Sie auf PubMed.
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