Kardio-MRT-Kompendium
Kapitel 2 | Technik
Kardiomyopathien: Welches Untersuchungsprotokoll?
Kurz & knapp
Das Protokoll kombiniert präzise Volumetrie, Gewebecharakterisierung mittels Mapping und LGE zur morphologischen und prognostischen Einordnung.
Sequenzprotokoll
- Cine-Sequenzen zur exakten Volumetrie und Massenbestimmung (Referenzstandard)
- LGE zur Fibrose- bzw. Narbendarstellung
- T1-Mapping und ECV zur Erkennung diffuser Fibrose bzw. Infiltration (z. B. Amyloidose)
- T2-Mapping bei Verdacht auf begleitende Entzündungskomponente
Besonderheiten je nach Subtyp
Bei hypertropher Kardiomyopathie zusätzliche Fokussierung auf Wanddicke und LVOT-Obstruktion; bei Verdacht auf Speicher- oder Infiltrationserkrankungen erweitertes Mapping-Protokoll.
Stellenwert der Genetik
Bildgebung und genetische Diagnostik ergänzen sich: Die Kardio-MRT liefert den phänotypischen, die Genetik den ätiologischen Baustein.
