Kardiomyopathien: Welche Befunde sind typisch?
Kurz & knapp
Das Befundmuster unterscheidet sich deutlich je nach Subtyp und ist entscheidend für die Ätiologiezuordnung.
Dilatative Kardiomyopathie (DCM)
LGE häufig mid-wall lokalisiert – im Gegensatz zum subendokardialen Muster der KHK –, globale Dilatation und Funktionseinschränkung.
Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)
Asymmetrische oder diffuse Hypertrophie; LGE klassisch fokal-fleckig mit Bezug zu den Papillarmuskeln bzw. an den Insertionspunkten des rechten Ventrikels.
Weitere Subtypen
Arrhythmogene Kardiomyopathie: fibrofettiger Umbau, bevorzugt rechtsventrikulär. Restriktive Kardiomyopathie: diastolische Funktionsstörung bei meist normaler Wanddicke, häufig Hinweis auf eine Infiltrationserkrankung (z. B. Amyloidose) im Mapping.
Diagnostischer Mehrwert
Erst die Kombination aus Morphologie, Funktion, LGE-Muster und Mapping-Werten erlaubt eine verlässliche Subtyp- und Ätiologiezuordnung.
