Kardiale Raumforderungen: Welches Untersuchungsprotokoll?
Kurz & knapp
Das Protokoll kombiniert Cine-Sequenzen zur Morphologie- und Mobilitätsbeurteilung mit First-Pass-Perfusion, parametrischem Mapping und einer LGE-Sequenz mit zusätzlicher Long-TI-Aufnahme zur Thrombus-Tumor-Differenzierung.
Sequenzprotokoll
- Cine-Sequenzen in mehreren Ebenen zur Beurteilung von Größe, Form und Mobilität
- First-Pass-Perfusion zur Beurteilung der Vaskularisation der Raumforderung
- LGE-Sequenz mit zusätzlicher Long-TI-Aufnahme zur Thrombus-Tumor-Differenzierung
Cine-Bildgebung
Standardisierte Cine-Sequenzen in mehreren Ebenen erfassen Größe, Form, Mobilität und Anheftungsstelle der Raumforderung – wichtige Kriterien zur Abgrenzung zwischen Thrombus, Tumor und Pseudomasse.
First-Pass-Perfusion und LGE mit Long-TI
Die First-Pass-Perfusion zeigt die Vaskularisation der Raumforderung. Entscheidend ist die LGE-Bildgebung mit einer zusätzlichen Long-TI-Sequenz (spät gewählte Inversionszeit): Avaskuläre Thromben bleiben signalarm, vaskularisierte Tumoren zeigen ein deutliches Enhancement.
Parametrisches Mapping
Natives T1- und T2-Mapping sowie die ECV-Berechnung ergänzen die Gewebecharakterisierung – Myxome etwa zeigen charakteristisch deutlich erhöhte native T1- und T2-Werte gegenüber dem umgebenden Myokard.
Über die Autorin
Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper ist Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie und Sprecherin der Arbeitsgruppe 21 (Magnetresonanztomographie) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und zertifiziert als DGK Level 3 sowie SCMR Level III für kardiovaskuläre Magnetresonanztomographie. Zudem verfügt sie über umfangreiche klinische Erfahrung als Leiterin der kardiologischen Notaufnahme und Chest Pain Unit. Ihre wissenschaftlichen Publikationen rund um Herzbildgebung und Kardio-MRT finden Sie auf PubMed.
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