LGE – Late Gadolinium Enhancement
Kurz & knapp
LGE weist Narbengewebe rund 10 Minuten nach Kontrastmittelgabe nach: Gesundes Myokard wird schwarz genullt, Narbe bleibt hell – „bright is dead“. Die Verteilung des Enhancements (subendokardial/transmural vs. subepikardial/mid-wall) unterscheidet ischämische von nicht-ischämischer Genese.
Wie? – Technik
Beim Late Gadolinium Enhancement wird das gesunde Myokard mittels Inversion Recovery genullt; die passende Inversionszeit (TI) wird über eine Look-Locker-Sequenz bestimmt. Die Aufnahme erfolgt etwa 10 Minuten nach Kontrastmittel-Applikation. Da Narbengewebe Kontrastmittel anders auswäscht als gesundes Myokard, ergibt sich ein unterschiedlicher Nulldurchgang: Das gesunde Myokard erscheint schwarz, Narbe hell (T1 hoch) – zusammengefasst als Merksatz „bright is dead“.
Was? – Befundmuster
Die Verteilung des LGE ist differenzialdiagnostisch entscheidend:
- Ischämisch: subendokardial in Koronarterritorien lokalisiert, kann bis transmural reichen
- Nicht-ischämisch: subepikardial oder mid-wall, ohne Bezug zu einem Koronarterritorium
Dieses Grundmuster liegt der Befundung bei koronarer Herzkrankheit, Myokarditis und Kardiomyopathien gleichermaßen zugrunde.
