Funktionsanalyse: Welche Befunde sind typisch?
Kurz & knapp
Die Cine-Bildgebung liefert die volumetrische und funktionelle Basis jeder Kardio-MRT-Untersuchung: Ejektionsfraktion, regionale Wandbewegung und – ergänzend per Feature-Tracking – der myokardiale Strain.
Volumetrie und Ejektionsfraktion
Die Cine-Bildgebung liefert die Referenzwerte für links- und rechtsventrikuläres enddiastolisches und endsystolisches Volumen, Ejektionsfraktion und Myokardmasse – der Referenzstandard der kardialen Volumetrie.
Regionale Wandbewegungsstörungen
Die segmentale Wandbewegung wird nach dem 17-Segment-Modell der American Heart Association beurteilt. Regionale Wandbewegungsstörungen (Hypokinesie, Akinesie, Dyskinesie) innerhalb eines koronaren Versorgungsgebiets sprechen für eine ischämische Genese, während eine globale Funktionseinschränkung eher auf eine Kardiomyopathie hinweist.
Myokardialer Strain (Feature-Tracking)
Ergänzend lässt sich aus denselben Cine-Bildern per Feature-Tracking der myokardiale Strain (longitudinal, zirkumferenziell, radial) ableiten, der subklinische Funktionsstörungen bereits vor einem Abfall der Ejektionsfraktion aufdecken kann.
Zu diesem Thema folgt in Kürze ein eigener, ausführlicher Beitrag mit vertiefenden Inhalten zum myokardialen Strain.
Über die Autorin
Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper ist Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie und Sprecherin der Arbeitsgruppe 21 (Magnetresonanztomographie) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und zertifiziert als DGK Level 3 sowie SCMR Level III für kardiovaskuläre Magnetresonanztomographie. Zudem verfügt sie über umfangreiche klinische Erfahrung als Leiterin der kardiologischen Notaufnahme und Chest Pain Unit. Ihre wissenschaftlichen Publikationen rund um Herzbildgebung und Kardio-MRT finden Sie auf PubMed.
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