Kardiale Amyloidose: Welche Befunde sind typisch?


Kurz & knapp

Leitbefund ist ein diffuses, häufig subendokardial betontes bis transmurales LGE mit gestörter Nullung des Myokards, begleitet von deutlich erhöhtem nativem T1 und ECV.

LGE-Muster

Global, zirkumferentiell, subendokardial bis transmural – im fortgeschrittenen Stadium häufig mit atypischer Nullung des gesamten Myokards.

Mapping-Befunde

Deutlich erhöhtes natives T1 sowie ECV-Werte häufig über 40 % als Korrelat der interstitiellen Amyloidinfiltration.

Begleitbefunde

Biatriale Dilatation, Vorhofseptum- und Klappenverdickung sowie perikardiale Ergüsse im Rahmen einer restriktiven Füllungsstörung.

Abb.: Pattern Recognition – Funktion, Mapping und LGE als diagnostische Leitbefunde bei kardialer Amyloidose. Funktion Konzentrische Hypertrophie diastolische Dysfunktion (HFpEF) Mapping T1 nativ stark ↑ ECV stark ↑ (> 40 %) LGE Diffus, zirkumferenziell, subendokardial bis transmural Diagnose Kardiale Amyloidose (ATTR / AL) DD: HCM, hypertensive Herzerkrankung herzbildgebung.nrw
Abb.: Pattern Recognition – Funktion, Mapping und LGE als diagnostische Leitbefunde bei kardialer Amyloidose.
Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper, Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, Sprecherin der DGK-Arbeitsgruppe 21 (Kardio-MRT)

Über die Autorin

Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper ist Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie und Sprecherin der Arbeitsgruppe 21 (Magnetresonanztomographie) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und zertifiziert als DGK Level 3 sowie SCMR Level III für kardiovaskuläre Magnetresonanztomographie. Zudem verfügt sie über umfangreiche klinische Erfahrung als Leiterin der kardiologischen Notaufnahme und Chest Pain Unit. Ihre wissenschaftlichen Publikationen rund um Herzbildgebung und Kardio-MRT finden Sie auf PubMed.

Bei Fragen oder für eine Terminvereinbarung erreichen Sie uns über unsere Kontaktseite.