Kardiomyopathien: Welche Befunde sind typisch?
Kurz & knapp
Das Befundmuster unterscheidet sich deutlich je nach Subtyp und ist entscheidend für die Ätiologiezuordnung.
Dilatative Kardiomyopathie (DCM)
LGE häufig mid-wall lokalisiert – im Gegensatz zum subendokardialen Muster der KHK –, globale Dilatation und Funktionseinschränkung.
Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)
Asymmetrische oder diffuse Hypertrophie; LGE klassisch fokal-fleckig mit Bezug zu den Papillarmuskeln bzw. an den Insertionspunkten des rechten Ventrikels.
Weitere Subtypen
Arrhythmogene Kardiomyopathie: fibrofettiger Umbau, bevorzugt rechtsventrikulär. Restriktive Kardiomyopathie: diastolische Funktionsstörung bei meist normaler Wanddicke, häufig Hinweis auf eine Infiltrationserkrankung (z. B. Amyloidose) im Mapping.
Diagnostischer Mehrwert
Erst die Kombination aus Morphologie, Funktion, LGE-Muster und Mapping-Werten erlaubt eine verlässliche Subtyp- und Ätiologiezuordnung.
Über die Autorin
Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper ist Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie und Sprecherin der Arbeitsgruppe 21 (Magnetresonanztomographie) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und zertifiziert als DGK Level 3 sowie SCMR Level III für kardiovaskuläre Magnetresonanztomographie. Zudem verfügt sie über umfangreiche klinische Erfahrung als Leiterin der kardiologischen Notaufnahme und Chest Pain Unit. Ihre wissenschaftlichen Publikationen rund um Herzbildgebung und Kardio-MRT finden Sie auf PubMed.
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