KHK: Welche Befunde sprechen dafür?
Kurz & knapp
Das ischämische Befundmuster ist klar koronarterritorial und subendokardial bis transmural verteilt – ein entscheidendes Unterscheidungsmerkmal zu nicht-ischämischen Ursachen.
LGE-Muster
Subendokardial beginnend, bei größerem Infarkt transmural fortschreitend; streng koronarterritorial verteilt entsprechend dem Versorgungsgebiet von LAD, RCX oder RCA.
Perfusionsdefizit
Regionale, koronarterritoriale Minderperfusion unter Stress, häufig mit korrespondierendem Late-Enhancement. Details zur Sequenztechnik siehe Stress-Perfusion im Kardio-MRT.
Wandbewegungsstörungen
Regionale, dem Versorgungsgebiet entsprechende Hypo- bis Akinesie in den Cine-Sequenzen.
Vitalität vs. Narbe
Der Transmuralitätsgrad des LGE korreliert invers mit der Erholungswahrscheinlichkeit nach Revaskularisation (Faustregel: >50 % transmural – geringe Erholungswahrscheinlichkeit).
Über die Autorin
Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper ist Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie und Sprecherin der Arbeitsgruppe 21 (Magnetresonanztomographie) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und zertifiziert als DGK Level 3 sowie SCMR Level III für kardiovaskuläre Magnetresonanztomographie. Zudem verfügt sie über umfangreiche klinische Erfahrung als Leiterin der kardiologischen Notaufnahme und Chest Pain Unit. Ihre wissenschaftlichen Publikationen rund um Herzbildgebung und Kardio-MRT finden Sie auf PubMed.
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