Myokarditis: Welche Befunde sprechen dafür?
Kurz & knapp
Das typische Befundmuster der Myokarditis ist nicht-ischämisch verteilt und unterscheidet sich damit klar von der koronaren Genese.
Myokardödem
Erhöhtes Signal in T2-gewichteten Sequenzen bzw. erhöhte T2-Mapping-Werte als Zeichen aktiver Entzündung.
LGE-Muster
Klassischerweise subepikardial oder intramural (Mid-Wall), bevorzugt inferolateral gelegen – im Gegensatz zum subendokardialen bzw. transmuralen, koronarterritorialen Muster bei koronarer Herzkrankheit.
T1-Mapping und ECV
Natives T1 und ECV sind bei aktiver Entzündung typischerweise erhöht und ergänzen die Kriterien um eine quantitative, unabhängig auswertbare Komponente.
Diagnosesicherung
Nach den aktualisierten Lake-Louise-Kriterien gilt die Diagnose als gesichert, wenn mindestens ein T2-basiertes und ein T1-basiertes Kriterium positiv sind.
