T1-Mapping
Kurz & knapp
T1-Mapping misst pixelweise die longitudinale Myokard-Relaxation. Diffuse Veränderungen wie Fibrose oder Entzündung verlängern die native T1-Zeit. Aus nativem und Post-Kontrastmittel-T1 lässt sich unter Hämatokrit-Adjustierung das Extrazellularvolumen (ECV) berechnen.
Wie? – Technik
T1-Maps zeigen die longitudinale Myokard-Relaxation mit absoluten T1-Werten pro Pixel. Die Normwerte sind institutsspezifisch und hängen von Hersteller, Scanner, Feldstärke und Sequenz ab – ein direkter Vergleich zwischen unterschiedlichen Zentren ist daher nur eingeschränkt möglich.
Was? – Befundinterpretation
Diffuse Myokardveränderungen, etwa durch Fibrose oder Entzündung, verlängern die native T1-Relaxationszeit. Aus dem nativen T1-Wert und dem T1-Wert nach Kontrastmittelgabe lässt sich unter Berücksichtigung des Hämatokrits das Extrazellularvolumen (ECV) errechnen – ein quantitatives Maß für diffuse Fibrose, das insbesondere bei Kardiomyopathien und Myokarditis zur Anwendung kommt.
Über die Autorin
Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper ist Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie und Sprecherin der Arbeitsgruppe 21 (Magnetresonanztomographie) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Zudem verfügt sie über umfangreiche klinische Erfahrung als Leiterin der kardiologischen Notaufnahme und Chest Pain Unit. Ihre wissenschaftlichen Publikationen rund um Herzbildgebung und Kardio-MRT finden Sie auf PubMed.
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