Kardiale Sarkoidose: Welches Untersuchungsprotokoll?
Kurz & knapp
Das Protokoll kombiniert Cine-Sequenzen zur Funktionsbeurteilung mit LGE- und parametrischem Mapping (T1, T2, ECV) zur Gewebecharakterisierung; ergänzend kann eine PET/CT die entzündliche Aktivität abbilden.
Sequenzprotokoll
- Cine-Sequenzen zur Funktionsbeurteilung
- T2-Mapping bzw. T2-STIR zur Detektion aktiver Entzündung (Ödem)
- Natives T1-Mapping und ECV zur Quantifizierung diffuser oder fokaler Infiltration
- LGE zur Darstellung fibrotischer bzw. granulomatöser Areale
Cine- und LGE-Bildgebung
Standardisierte Funktionsanalyse plus LGE etwa 10–15 Minuten nach Kontrastmittelgabe zur Darstellung fibrotischer bzw. granulomatöser Areale.
Parametrisches Mapping
T2-Mapping bzw. T2-STIR zur Detektion aktiver Entzündung (Ödem), natives T1 und ECV zur Quantifizierung diffuser oder fokaler Infiltration – zunehmend auch zur Verlaufskontrolle unter Immunsuppression genutzt.
Ergänzung durch PET/CT
Bei unklarer entzündlicher Aktivität oder Kontraindikation gegen Kontrastmittel liefert die FDG-PET/CT komplementäre Information, häufig in hybrider Bildgebung mit der Kardio-MRT kombiniert.
Über die Autorin
Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper ist Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie und Sprecherin der Arbeitsgruppe 21 (Magnetresonanztomographie) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und zertifiziert als DGK Level 3 sowie SCMR Level III für kardiovaskuläre Magnetresonanztomographie. Zudem verfügt sie über umfangreiche klinische Erfahrung als Leiterin der kardiologischen Notaufnahme und Chest Pain Unit. Ihre wissenschaftlichen Publikationen rund um Herzbildgebung und Kardio-MRT finden Sie auf PubMed.
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