Kardio-MRT-Kompendium
Kapitel 2 | Technik

T1-Mapping


Kurz & knapp

T1-Mapping misst pixelweise die longitudinale Myokard-Relaxation. Diffuse Veränderungen wie Fibrose oder Entzündung verlängern die native T1-Zeit. Aus nativem und Post-Kontrastmittel-T1 lässt sich unter Hämatokrit-Adjustierung das Extrazellularvolumen (ECV) berechnen.

Wie? – Technik

T1-Maps zeigen die longitudinale Myokard-Relaxation mit absoluten T1-Werten pro Pixel. Die Normwerte sind institutsspezifisch und hängen von Hersteller, Scanner, Feldstärke und Sequenz ab – ein direkter Vergleich zwischen unterschiedlichen Zentren ist daher nur eingeschränkt möglich.

Was? – Befundinterpretation

Diffuse Myokardveränderungen, etwa durch Fibrose oder Entzündung, verlängern die native T1-Relaxationszeit. Aus dem nativen T1-Wert und dem T1-Wert nach Kontrastmittelgabe lässt sich unter Berücksichtigung des Hämatokrits das Extrazellularvolumen (ECV) errechnen – ein quantitatives Maß für diffuse Fibrose, das insbesondere bei Kardiomyopathien und Myokarditis zur Anwendung kommt.

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