Koronare Herzkrankheit im Kardio-MRT
Kurz & knapp
Bei koronarer Herzkrankheit (KHK) beantwortet die Kardio-MRT über Funktion, Stress-Perfusion und LGE-Pattern die Fragen nach Vitalität vs. Narbe, Infarktgröße und Ischämienachweis – koronarterritorial und subendokardial/transmural verteilt. Die Befunde steuern direkt die Entscheidung für oder gegen eine Revaskularisation.
Die vier Fragen zu Koronarer Herzkrankheit
Wann? – Indikation
Zentrale Fragestellungen bei Verdacht auf KHK bzw. ischämische Kardiomyopathie sind die Unterscheidung von Vitalität vs. Narbe, die Bestimmung der Infarktgröße und die Frage, ob eine ischämische Kardiomyopathie vorliegt.
Warum? – Klinische Konsequenzen
Die Befunde beeinflussen unmittelbar die Therapieentscheidung:
- Revaskularisation ja/nein
- Prognoseeinschätzung
Wie & Was? – Diagnostik und Befunde
Die Diagnostik stützt sich auf drei Bausteine:
- Funktion: territoriale Wandbewegungsstörungen (WBS)
- Stress-Perfusion: Nachweis einer induzierbaren Ischämie über Kontrastmittel-Anflutung in Ruhe und unter pharmakologischem Stress (Adenosin oder Regadenoson)
- LGE-Pattern: koronarterritorial verteilt, subendokardial bis transmural
Für Therapiesteuerung und Prognose sind Vitalität bzw. Narbe, die Revaskularisationsindikation sowie Narbengröße und Funktion entscheidend. Die 2024 ESC-Leitlinie zum chronischen Koronarsyndrom (CCS) bildet hierfür den aktuellen Rahmen.
Laut Abanador-Kamper et al. (2026) erkennt die Kardio-MRT Ischämie, Narben und mikrovaskuläre Störungen präzise, ermöglicht eine zuverlässige Risikostratifizierung und unterstützt Therapieentscheidungen wie Revaskularisation oder medikamentöse Anpassung. Moderne quantitative Perfusionsverfahren und KI-basierte Analysen erhöhen die diagnostische Genauigkeit zusätzlich.
