Kardiale Amyloidose: Welches Untersuchungsprotokoll?


Kurz & knapp

Neben Cine- und LGE-Sequenzen sind natives T1-Mapping und die Bestimmung des extrazellulären Volumens (ECV) zentrale Bausteine des Protokolls; bei Verdacht auf ATTR-Amyloidose ergänzt eine DPD-/PYP-Knochenszintigraphie die Diagnostik.

Sequenzprotokoll

Cine- und LGE-Bildgebung

Charakteristisch ist die Schwierigkeit, das Myokard gegenüber dem Blutpool zu nullen („difficult nulling“) – ein indirekter Hinweis auf eine diffuse Amyloidablagerung.

T1- und ECV-Mapping

Natives T1 und insbesondere das extrazelluläre Volumen (ECV) sind bei kardialer Amyloidose deutlich erhöht und korrelieren mit der Amyloidlast – zentrale, zunehmend leitlinienrelevante Parameter.

Ergänzende Diagnostik

DPD-/PYP-Szintigraphie zur nichtinvasiven Sicherung einer ATTR-Amyloidose bei fehlender monoklonaler Gammopathie – gemäß ESC-Positionspapier der nichtinvasive Goldstandard.

Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper, Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, Sprecherin der DGK-Arbeitsgruppe 21 (Kardio-MRT)

Über die Autorin

Prof. Dr. med. Nadine Abanador-Kamper ist Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie und Sprecherin der Arbeitsgruppe 21 (Magnetresonanztomographie) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und zertifiziert als DGK Level 3 sowie SCMR Level III für kardiovaskuläre Magnetresonanztomographie. Zudem verfügt sie über umfangreiche klinische Erfahrung als Leiterin der kardiologischen Notaufnahme und Chest Pain Unit. Ihre wissenschaftlichen Publikationen rund um Herzbildgebung und Kardio-MRT finden Sie auf PubMed.

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